POL-HM: Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 Straftatenaufkommen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariat Bad Pyrmont und der Polizeistation Aerzen

Bad Pyrmont (ots) - Im Jahr 2020 hat sich das Straftatenaufkommen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariat Bad Pyrmont entgegen dem Landestrend entwickelt. Während landesweit das Straftatenaufkommen ganz leicht rückläufig ist, i...

POL-HM: Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 Straftatenaufkommen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariat Bad Pyrmont und der Polizeistation Aerzen
Quelle: (ots/Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden)
Bad Pyrmont (ots) - Im Jahr 2020 hat sich das Straftatenaufkommen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariat Bad Pyrmont entgegen dem Landestrend entwickelt. Während landesweit das Straftatenaufkommen ganz leicht rückläufig ist, ist in Bad Pyrmont und Aerzen mit insgesamt 1519 Straftaten ein leichter Anstieg von 146 Taten gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Die Aufklärungsquote mit ca. 77 Prozent konnte dabei zum Vorjahr nochmal um etwa 5 gesteigert worden. Hiermit liegt das Polizeikommissariat schon bald turnusmäßig über dem Landesergebnis, welches bei ca. 66,3 Prozent liegt.
Werden die leichten Zuwachszahlen näher beleuchtet, so sind drei Deliktsbereiche dafür verantwortlich.
Im Bereich der Beleidigungen ist die Fallzahl im letzten Jahr um 30 auf 85 Taten gestiegen. Häufigerweise sind hier Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit coronabedingten Abstandsregeln Auslöser dieser verbalen Entgleisungen gewesen, hierbei auch immer wieder gegenüber Polizeibeamten, die auf die Einhaltung der Regeln hingewiesen haben.
Leider weiterhin auf relativ hohem Niveau bewegen sich die Sachbeschädigungen. Hier sind mit 219 registrierten Taten 26 mehr als im Vorjahr gemeldet und aufgenommen worden. Von der Art der Begehung zeigt sich, dass der größte Teil dieser Sachbeschädigungen ohne persönlichen Bezug begangen worden sind und daher wohl aus Langeweile heraus motiviert sind. Zwar konnten immerhin in 99 Fällen Tatverdächtige ermittelt werden, aber gerade bei dieser Art der Straftaten ist die Polizei auf die unbedingte Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Daher lautet die Bitte, wenn hier irgendwelche Beobachtungen gemacht werden sofort und ohne Verzögerung die Polizei zu informieren. Nur so können weitere Schäden auch an Gemeineigentum verhindert werden.
Bei dem dritten Deliktsbereich handelt es sich um einen Ermittlungskomplex aus dem Bereich des Handels und Besitz von Betäubungsmittel. Aus mehreren Verfahren sowohl in Aerzen als auch in Bad Pyrmont heraus wurden eine Vielzahl von Beschuldigten im jugendlichen und heranwachsenden Alter ermittelt und dadurch hat sich hierbei ein Anstieg von ca. 100 % gegenüber dem Vorjahr von 93 auf 186 Straftaten ergeben.
Erfreulich ist, dass vor allem der Bereich des Fahrraddiebstahls im letzten Jahr nochmals um 17 Taten auf 22 Diebstähle im gesamten Dienstbereich Aerzen / Bad Pyrmont zurückgegangen ist. Von diesen Fahrraddiebstählen konnte knapp ein Viertel aufgeklärt und die Fahrräder ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben werden.
Positiv hat sich auch das Phänomen des Taschendiebstahls entwickelt, wo im letzten Jahr die Taten von 16 auf 8 halbiert worden sind. Hatten zwei überregionale Täter im Jahr 2019 noch für eine deutliche Steigerung gesorgt, so sind diese durch umfangreiche Ermittlungen in gesamt Norddeutschland dingfest gemacht und damit die Taten eingedämmt worden.
Herausragend und in diesem Sinne nicht alltäglich war ein Sachverhalt, als ein 37-jähriger Mann in Holzhausen in einer Kellerwohnung eine Explosion ausgelöst hat und dabei ohne Rücksicht auf seine eigene Person, aber eben auch auf die Gesundheit der eingesetzten Polizei- und Feuerwehrkräfte keine Rücksicht genommen hat. Bei diesem Einsatz sind im September mehrere Polizeibeamte verletzt worden, wobei zum Glück niemand von ihnen schwere Schäden davongetragen hat. Der Mann muss sich nun im April vor Gericht wegen seiner Tat verantworten.
In diesem Zusammenhang ist leider festzustellen, dass sich grundsätzlich der Widerstand und tätliche Angriff gegenüber Polizeibeamten während ihrer Amtsausübung erneut um 30 % auf 68 Taten gesteigert hat. Häufig lässt sich feststellen, dass die Täter/innen in diesem Deliktsbereich unter dem Einfluss von Alkohol oder sonstigen berauschenden Mitteln stehen, was auch in der überwiegenden Zahl der Taten überhaupt der Grund eines polizeilichen Einsatzes ist. Ganz allgemein lässt sich dabei, wie schon im obigen Einzelfall, glücklicherweise feststellen, dass dabei kein Beamter oder Beamtin schwer verletzt worden ist.
Waren im Jahr 2019 Personen unter 21 Jahren noch mit 22% an den aufgeklärten Taten beteiligt, so ist bei der Kinder- und Jugendkriminalität im Jahr 2020 die Anzahl der Tatbeteiligungen erfreulicher Weise wieder um 5% zurückgegangen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind mit 102 ermittelten Tatverdächtigen sogar nur noch unter 10% an der Gesamtzahl der aufgeklärten Straftaten beteiligt. Hier spielen sicher die Aufenthaltsbeschränkungen und untersagten Gruppenbildungen im Zusammenhang mit der Pandemie eine erklärende Rolle.

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